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PrayerBase - Portal für christliches Gebet
Jabez
Segensbeispiele des Gebets von Persönlichkeiten der
Schrift
Wirklich speziell, diese Geschichte, es sind nur zwei kleine Verse inmitten der nicht allzu spannenden Geschlechtsregister.
Die ersten neun Kapitel der 1. Chronik zählen die Namen des gesamten Stammbaums von Israel auf und im 4. Kapitel plötzlich wird diese Liste für ein
Gebet einer ansonsten vollkommen unbekannten Persönlichkeit unterbrochen:
Jabez!
Jabez demonstriert,
welchen Wert und welch gewaltige Auswirkung ein einziges Gebet vor Gott haben kann:
"Jabez aber war herrlicher denn seine Brüder; und seine Mutter hieß ihn Jabez, denn sie sprach: Ich habe ihn mit Kummer geboren. Und Jabez rief den Gott Israels an und sprach: Ach, dass du mich segnetest und meine Grenze mehrtest und deine Hand mit mir wäre und schafftest mit dem Übel, dass mich's nicht bekümmere! Und Gott ließ kommen, was er bat."
1 Ch 4,9-10
Das Leben von diesem Mann hatte nicht gerade verheissungsvoll begonnen: Seine
Mutter hatte ihn unter solchen Schmerzen geboren, dass sie dies im Namen
des Kindes festhielt (Jabez=Schmerz). Namen hatten zu dieser Zeit
eine starke prophetische Bedeutung!
Doch Jabez durchbrach diesen
Nachteil mit einem einfachen Gebet und darf so aus
den langen, unspektakulären Geschlechtsregistern herausleuchten
mit einer eigenen Geschichte und empfing Gottes vollen Segen:
"...und Gott liess kommen, das er bat."!
Dieser kleine Abschnitt aus 1. Chronik ist eine grosse Ermutigung zum
Gebet. Ganze Bücher und Bestseller wurden geschrieben
darüber und das vielleicht bekannteste Buch stammt von Bruce Wilkinson mit dem Titel „Durchbruch zu einem gesegneten Leben“.
Im zweitletzten Teil des Textes haben wir es in einigen Bibeltexten
allerdings mit einem sehr bedenklichen Übersetzungsfehler zu tun: Statt "...und schafftest mit dem Übel, dass es mich nicht bekümmere"
lesen wir "...und dass du das Übel fern hältst von mir, dass kein Schmerz mich trifft!"
Merken wir den krassen Unterschied in diesen beiden Aussagen?
Wir dürfen niemals vergessen, das
Gott ganz bewusst Schwierigkeiten und Herausforderungen in unserem Leben zulässt, weil er möchte, dass wir daran reifen! An anderer Stelle lesen wir
sogar, dass Gott uns züchtigt, weil er uns liebt.
So wäre die Bitte, dass das Übel von uns "fernbleibt", nicht immer
im Sinne von Gottes besten Plänen für uns!
Demgegenüber möchte Gott sehr wohl, dass uns Probleme, die uns begegnen,
nicht bekümmern! Wir sollen auch in schwierigen Situationen die Freude nicht verlieren.
Wir sollen auch in Herausforderungen und Not an unserem Gottvertrauen festhalten und Gott in Dankbarkeit begegnen.
Folglich geht es in diesem Vers nicht um den perfekten Schutzschirm für jede erdenkliche Schwierigkeit, sondern um eine Herzensschule für uns, wenn wir
durch eine Zeit der Not und Drangsal gehen müssen.
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